Archive for Mai, 2009

Eine externe Antenne für den Linksys WRT54GL 0

Nachdem ich mich von meiner Apple TimeCapsule als WLAN-Router getrennt und diese zum reinen NAS degradiert habe, musste ein neuer Router her. VLANs*, multiple SSIDs** und eine OpenSource-Firmware mit bekannten Komponenten wie IPtables, OpenVPN & Co. haben die Entscheidung auf den Linksys WRT54GL fallen lassen. Aus ästethischen Gründen steht der Router jedoch zusammen mit Asterisk-Server, Drucker, Signaturkartenleser & Co. in einem IKEA PS400 Metallschrank – und dieser wirkt bei geschlossenen Türen wie ein Faradayscher Käfig. Also musste eine neue Antenne her, die sich mittels Kabel durch die Öffnungen der Bodenplatte herausführen und an der Außenseite des Schranks befestigen lässt.

Im Internet findet man zu diesem Thema viele Anleitung, Empfehlungen und auch rechtliche Hinweise in Bezug auf die gesetzliche Maximalsendeleistung.

Die meisten WiFi-Geräte senden mit ca. 30 mW. Das ist ungefähr die Leistung, mit der im 2,4GHz-ISM-Band gesendet werden darf. Technisch ausgedrückt, darf 100 mW EIRP nicht überschritten werden. (Quelle: Uni Konstanz)

Wenn es aber um konkrete Hardware-Empfehlungen geht, scheiden sich die Geister. Die einen bauen sich kostengünstig Yagi-Antennen, die anderen bevorzugen eher anarchistische Ansätze jenseits der Toleranzgrenzen der BNetzA für beispielsweise WiFi-Longshots. Ich habe mich für eine konservative Methode entschieden und folgende Komponenten gemeinsam mit einem sehr freundlichen Kundenberater von Reichelt Elektronik ausgesucht. Da der WRT54GL über 2 Antennenanschlüße verfügt, kann man direkt 2 Antennen bauen und anschließen – benötigt wird das aber nicht unbedingt, da ohnehin immer nur über die Antenne mit dem besseren Signal gesendet/empfangen wird. Einfach dann alle folgenden Komponenten, bis auf das Kabel, doppelt bestellen. Wer noch nie mit Crimp-Werkzeugen gearbeitet hat, sollte eventuell neben einer Crimp-Zange und einer Abisolierzange zusätzlich noch je einen Ersatzstecker mitbestellen, falls man bei den ersten Versuchen etwas beschädigt.

Der WRT54GL selbst verfügt über R-TNC-Buchsen (erkennbar an dem Pin in der Buchse, sofern man die Antenne abschraubt). Also benötigt man zunächst einen passenden Stecker, um ein geeignetes Kabel anschließen zu können.

1. TNC-Reverse-Crimp Stecker RG58/141
2. Koaxialkabel RG 58C/U, 50 Ohm, 5m-Ring

Die meisten Antennen verfügen über SMA-Anschlüsse – also muß auf der anderen Seite das passende Gegenstück vorhanden sein, um die Antenne anschließen zu können.

3. SMA-Reverse-Kupplung, Crimp für RG58

Die Wahl der Antenne ist sehr flexibel möglich, da hiermit ein externer Standardanschluß zur Verfügung steht. Ich habe mich für einen Magnetfuß zur Befestigung am Metallschrank nebst einer passenden Antenne mit ausreichender Leistung entschieden.

4. Wireless Lan Antenne, 5DB, SMA-Reverse
5. Magnetfuß für LAN DN-70100

Mit rudimentären Fertigkeiten im Weichlöten kann man alle Komponenten sauber zusammenfügen. Die Gesamtkosten betragen 26,19 EUR inkl. Versand – wer keinen Magenetfuß braucht, kommt sogar mit rund 15,00 EUR hin.

Nicht nur der Service bei Reichelt Elektronik ist erstklassig – auch die direkte Bezahlung per PIN/TAN sorgt für eine unkomplizierte Abwicklung und schnelle Lieferung der Ware.

* hilfreich bei der Einrichtung einer DMZ und Separierung des VoIP-Netzes
** ermöglicht restriktiven Gastzugang und ein eigenes virtuelles Netz für iPhones, Wii  & Co.

TRABAYO – was kannst Du, das andere brauchen? 1

Anfang des Jahres hat mich Thomas von PANORAMA3000 für ein Projekt engagiert begeistert, welches sich langsam aber sicher der Public-Beta-Phase nähert.

Du hast ein Talent, vielleicht ein noch verborgenes, mit dem du etwas verdienen möchtest? Du hast Fähigkeiten, die jemand anders gut gebrauchen kann? Dann hör auf zu kellnern und mach die Cocktails einfach selbst.

Auf www.trabayo.com kannst Du Dich bereits jetzt registrieren, um schon bei den ersten Testläufen aktiv dabei zu sein. Neben der Möglichkeit, das Portal konstruktiv mitzugestalten, wirst Du zusätzlich mit einer lebenslangen Premium-Mitgliedschaft belohnt.

Das Projekt ist auch aus Entwicklersicht ein Leckerbissen – Thomas, Marius und Karolin haben neben einem erstklassigen Konzept und einem frischen Blick auf den Status Quo die dazugehörigen Portion Innovationswillen und Mut, um eine solide Entwicklung im Rahmen eines agilen Entwicklungsmodells zu ermöglichen. Eine umfangreiche Test-Suite und Continous-Integration/Release-Management bilden dabei die technische Grundlage für ein tägliches Deployment in ein Multistaging-Environment auf Basis von Phusion Passenger™  und Ruby Enterprise Edition

Semantic Web als Bestandteil des technischen Kernkonzeptes verspricht eine Menge Abwechslung und spannende Entwicklungsphasen, die weit über das bloße Anwenden der bewährten Ruby-on-Rails-Pattern hinaus gehen.

Das Trabayo-Weblog informiert dabei regelmäßig über interessante Neuigkeiten rund um das Projekt – es lohnt sich!