Archive for Oktober, 2009

DT 125 Projekt – Tag 2 1

Heute waren Luftfilterkasten, Kühlmittelausgleichsbehälter, Vergaser und das Heck an der Reihe. Beim Heck fiel mir gestern auf, dass die Blinker falsch herum montiert waren und ein bequemer Schrauber einfach die Kabel gekappt, vertauscht und mit Isolierband zusammengefriemelt hatte, damit die Belegung der Seiten wieder passt. Also Heck komplett entfernen, zerlegen, reinigen – und nach Zusammenbau die Anschlüße wieder korrekt belegen und mit ordentlichen, wetterfesten Japan-Steckverbindungen versehen. Dazu einfach mal ein paar Vorher-Nachher-Fotos.

Vorher:
Heck vorher

Nachher:
Heck nachher

Vorher:
Blinkerverkabelung vorher

Blinkerverkabelung vorher

Nachher:
Blinkerverkabelung nachher

Blinkerverkabelung nachher

Luftfilterkasten und Kühlmittelausgleichsbehälter liegen gerade, zusammen mit den restlichen Verkleidungsteilen, in Seifenlauge in der Badewanne. Bisher ist meine Freundin auch noch recht entspannt… daher hoffe ich, dass ich den ausgewaschenen Luftfilter zum vorsichtigen Trocknen über der Heizung in einem Stoffsäckchen aufhängen kann und der (leere, ausgedunstete) Vergaser ausnahmsweise auf dem Wohnzimmerglastisch zerlegt werden darf. Die Einzelteile wollte ich dann morgen zu Wiko Motorrad zwecks Reinigung im Ultraschallbad bringen.

(Ultraschall-)Bad

(Ultraschall-)Bad

Warten auf die Ersatzteile

Wenn nächste Woche die Ersatzteile bestellt und geliefert werden bzw. ich mir diese bei Polo, Louis, Hellweg & Co. besorgt habe, dann kann es mit den frisch gereinigten und überholten Teilen ans Zusammenbauen gehen.

DT 125 R Projekt – Tag 1 2

Nachdem ich gestern mein zukünftiges Wintermotorrad erstmal auseinandergebaut habe, war heute Reinigung und Elektrik dran. Die Batterie hatte ich über Nacht am Ladegerät und heute morgen mit destilliertem Wasser aufgefüllt und durchgemessen – scheint soweit in Ordnung. Auch wenn eine neue YUASA-Batterie nur rund 15 € kostet, möchte ich so wenig wie möglich Geld in die DT investieren. Entsprechend viel Selbstdisziplin hab ich daher auch gestern Abend an den Tag legen müssen, als ich bei der Erstellung einer Einkaufsliste durchgerechnet habe, was denn zusätzlich eine neue Gianelli-Anlage, neue Verkleidung, Lenker usw. kosteten. Kurzum: Investition nur in das, was zur Sicherheit beiträgt, für zuverlässigen Betrieb notwendig ist oder schlichtweg kaputt ist. Optisches Tuning daher nur mit Wurzelbürste, NeverDull und viel Handarbeit.

Elektrik

Nachdem ich den kompletten Kabelbaum durchgemessen und einige Drähte erneuert sowie ein paar marode Japan-Steckverbindung ausgetauscht hatte, funktioniert nun sämtliche Elektrik einwandfrei. Die Blinker-Relais machen zwar noch ein seltsames Geräusch, aber tun ihren Dienst. Mit ein bißchen Kupferpaste an den richtigen Stellen des YPVS war auch beim Drehen des Zündschlüssels kein allzu auffälliges Surren mehr wahrzunehmen.

Rahmen / Verkleidung

Abgesehen von Unmengen an Sand, Öl, Dreck und seltsamen Aufklebern waren Rahmen und Verkleidung noch in gutem Zustand. Die meiste Arbeit habe ich nun hinter mir. Rahmen und Motor sind vom gröbsten Dreck befreit und während ich diesen Artikel schreibe, liegt der erste Teil der Verkleidung in der Badewanne in Seifenlauge.
Abgesehen von den üblichen Plastikkratzern wird diese am Ende sogar neuwertig aussehen. Mit ein bißchen Terpentin kriegt man auch die Rückstände des stellenweise vorhandenen, blauen Farbnebels weg.

Wie geht es weiter?

  • Vergaser im Ultraschallbad reinigen lassen, Dichtungen erneuern sind noch intakt
  • Zündkerze erneuern
  • Kraftstofffilter einbauen sind am Tank und Vergaser innenliegend vorhanden und noch intakt
  • Auspuff ausbrennen oder erneuern mit Kaltreiniger von Ölkohleablagerungen befreien
  • Kupplungs-/Bremshebel erneuern
  • Lenkergriffgummis erneuern
  • Fernlichtschalter ersetzen
  • Schrauben erneuern bzw. fehlende Schrauben ergänzen
  • Bremsscheibenabdeckungen erneuern
  • Bremssscheiben und Bremsbeläge erneuern
  • Bremmsleitungen prüfen – bei Beschädigung durch Stahlflex tauschen
  • Bowdenzüge und Wellen prüfen und schmieren
  • Schwinge, Achse usw. abschmieren
  • Kette reinigen, fetten, spannen – sofern Ritzel oder Kette verschlissen sind: ganze Funktionseinheit komplett erneuern
  • Ritzel prüfen und gegebenenfalls erneuern
  • Entdrosseln
  • Betriebsflüssigkeiten (2T-/Gabel-/Getriebe-Öl, Brems-/Kühlflüssigkeit), (Öl-)Filter tauschen
  • Soziusfußrasten reparieren
  • Lenkkopflager auf Verschleiß prüfen (Mittelrastung usw.)
  • Bucheli-Wartungscheckliste abgleichen
  • Roststellen behandeln und nachlackieren
  • Endreinigung, Felgen und Speichen polieren
  • Neue Reifen aufziehen lassen (Continental TKC 80)
  • TÜV (HU/AU, Leistungssteigerung auf 17kw eintragen)

Hab ich etwas vergessen? Freue mich natürlich sehr über Tipps und Ergänzungen.

Mein Auto, mein Haus… 0

Nachdem ich heute den ersten Urlaubstag mit dem Aufräumen der Garage verbracht habe, nutze ich die Gelegenheit, mal ein paar Fotos meiner Motorräder einzustellen.

Ladies First – Kawasaki ER 5 Twister

Im Spätsommer 2009 habe ich eine wunderschöne, scheckheftgepflegte Kawasaki ER 5 Twister, Baujahr 2001, mit weniger als 5000km für meine Freundin erstanden. Das Motorrad hatte einen leichten Sturzschaden – sah aber ansonsten aus wie neu. Nachdem ich auf 27kw, LED-Miniblinker und Lucas Superbike Alulenker umgebaut habe, hat die stolze Fahrerin des Motorrads für den femininen Touch gesorgt, indem der Soziushaltegriff mit Strass-Steinchen beklebt wurde.

Kawasaki ER 5

Kawasaki ER 5

Kawasaki ER 5 Lucas Superbike

Kawasaki ER 5 Swarovski

Yamaha SR 500 48T

Die Yamaha SR 500 48T ist ein Motorrad, welches ich am liebsten fahre. Kickstarter, Vergaser, rustikales Fahrwerk und ein bollernder 1-Zylinder mit einem halben Liter Hubraum. Ich erinnere mich noch an die erste Fahrt mit der SR an einem 1. Mai – war ganz schön gewöhnungsbedürftig, dass man Dank der Vibrationen ab 80km/h nichts mehr im Rückspiegel gesehen hat, je nach Sitzposition die Zähne geklappert haben (kann auch die Aufregung gewesen sein…) und man nach knapp 100km derart durchgerüttelt und geschüttelt worden ist, dass ein leicht taubes Gefühl in Fingern und Füßen noch lange nach der Ankunft erhalten blieb. Mittlerweile hab ich mich aber daran gewöhnt, zähle die One-Kick-Only-Starts genauso oft mit, wie ich den Kick-Indicator benötige: nämlich gar nicht mehr. Ist also alles Übungssache, sodass ich wirklich jedem empfehlen kann, eine SR 500 einfach einmal auszuprobieren.

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Kawasaki ER 6 F

Es gibt zugegebenermaßen auch Vernunftsentscheidungen – vorallem dann, wenn das Motorrad ein Alltagsgegenstand ist, der sowohl zuverlässig als auch robust sein soll. Ich habe lange mit mir gekämpft, denn eigentlich stand der langersehnte Kauf einer Harley Davidson Nightster an, die Dank Wirtschaftskrise als U.S.-Import preislich mit der ER 6F mithalten konnte. Die Nightster sah einfach toll aus, der Evolution-Motor ist alltagstauglich und sowohl Budget als auch Lebensalter und Bauchumfang reichten ohnehin nicht für eine Harley Davidson Wide Glide, Street Bob oder gar Rocker C. Auch die üblichen Kommentare (Hausfrauen-Harley) änderten (selbstverständlich) nichts daran, dass ich eine Sportster ernsthaft in Betracht zog. Trotzdem – als ich die ER 6F (Bj. 2008) bei Kawasaki Wiko in Dortmund im Schaufenster gesehen habe, dachte ich mir:

Dieser japanische Plastikbomber wird Dich auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht im Stich lassen, ein Navigationsgerät sieht nicht ganz fehlplatziert aus und längere Strecken kann man dann auch mal mit Geschwindigkeiten jenseits der Richtgeschwindigkeit zurücklegen, ohne dass einem Wind und Wetter um die Ohren peitschen.

Das 2008er Modell gefiel mir sogar noch besser als das 2009er, was sich dann wegen der Tageszulassung auch im Preis bemerkbar machte. Daher konnte ich mir dann noch zwei ordentliche SHOEI-Helme (XR-1000, Raid 2 Vogue) erlauben, was ich ebenfalls bis heute nicht bereut habe.

Kawasaki ER 6F

Kawasaki ER 6F

Kawasaki ER 6F

SHOEI XR-1000

Harley-Davidson_XL-1200_Sportster_1200_Nightster

Yamaha SR 500 2J4 1979

Ab hier wird es ölig. Während die bisher genannten Fahrzeuge mich im Alltag begleiten, gibt es noch ein Bastelprojekt. Grundlage ist ein SR 500 2J4 Rahmen von 1979 und ein unverbastelter 2J4 Motor von 1981, die im Laufe der nächsten 2 Jahre mit viel Liebe zum Detail zu einem Café Racer zusammengebaut werden sollen. Als Update an dieser Stelle für alle, die das Projekt verfolgen:

  • Norton-Style Auspuffanlage inkl. Krümmer wird derzeit bei Peppmöller in VA sonderangefertigt
  • 2J4 Gabel von 1981 ist da
  • Schwarze, neuwertige Konis (mit Garantiekarte) sind da
  • LSL-Kastenschwinge in die nähere Auswahl gezogen – Entscheidung steht aber noch nicht fest
  • Liste mit benötigten Custom-Parts von Redz por Vida ist angefangen
  • Rahmen wird lackiert und nicht pulverbeschichtet – Stavros von Lack-X-Press hat als Meisterstück ein Mini-Bike lackiert. Außerdem ist „Lackieren statt Pulvern“ auch ein Statement für sich
  • Beginn der Motor-Instandsetzung ist für Dezember geplant

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Schraubergarage

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha DT 125 R

Nachdem ich letztes Jahr im Winter mit meiner SR 500 nicht richtig aufgepasst und mir Schäden an diversen Metallteilen aufgrund aggressiven Streusalzes geholt habe, kommt ein Wintereinsatz nicht mehr in Frage. Bei der ER 6F hingegen durfte ich aufgrund unglücklicher Umstände zusammen mit der Erstinspektion Lenker, Verkleidungsteile und Spiegel austauschen lassen, was mir beim Gedanken an einen harmlosen Sturz direkt wieder die Preisliste in Erinnerung ruft. Für den Winter musste also etwas unverwüstliches und günstiges her. Yamaha TT 600 R war mein Favorit – aber als Wintermotorrad einfach zu schade. Da hätte ich wieder Hemmungen bei Schnee und Streusalz zu fahren. Andere Motorräder hingegen waren bei einem Preis um 700 € hinsichtlich des Zustands entweder jenseits von Gut und Böse oder eben für den Winter absolut nicht zu gebrauchen. Eine Yamaha DT 125 R kam mir da sehr gelegen. Genügend Schraubererfahrung mit dieser stinkenden Zweitakt-Säge hatte ich ja bereits gesammelt, winterfest ist sie auch – und mit neuen Continental TKC 80 habe ich auch keine Bedenken, mich Matsch und Schnee zu stellen. Steuerfrei, günstig im Unterhalt – die Entscheidung war also klar. Und richtig Spaß macht so ein 1/8-Liter 2-Takt-Triebwerk auch, vorallem wenn es offen 17kw (23 PS) bei gerade mal 119kg Leergewicht ans Hinterrad schickt.
Bevor es allerdings losgehen kann, werde ich die DT komplett demontieren, Verschleißteile überholen, Vergaser und Luftfilter reinigen, neue Reifen aufziehen lassen und den maroden Kabelbaum überprüfen. Eventuell noch den 6. Gang freilegen, die Funktionsweise des YamahaPowerValveSystem anschauen, sowie Vorhandensein von Drehzahlbegrenzer oder elektronischer Drossel prüfen – denn was alles an der DT gemacht worden ist, konnte mir der Vorbesitzer nicht verraten. Dem Zustand nach zu urteilen bin ich der erste, der sich ernsthaft mit Werkzeug, Reparaturanleitung und Werkstatttipps am Motorrad zu schaffen macht. Mehr dazu in späteren Artikeln.

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

Die Foto-Qualität hält sich in Grenzen, da ich die Digitalkamera im Sinne des Hausfriedens nicht mit öligen Händen anrühren wollte. Das iPhone hingegen ist wesentlich besser zu reinigen, hat aber leider keinen Fotoblitz.

Web 2.0 – das Mitmach-Internet 0

Wenn man mal von dem ganzen Hype absieht, dann ist Web 2.0 eigentlich ein gutes Schlagwort, um die Entwicklung des Internet-Charakters der letzten 5 Jahre beim Namen zu nennen. Die Versionierung macht besonders dann Sinn, wenn man das Internet nicht als Computer-Netzwerk, sondern als verteilte Anwendung versteht. Die neuen Funktionen der Version 2.0 sind in erster Linie interaktive und kollaborative Elemente, die aufgrund Ihrer Komplexität auch eine Fortentwicklung der verschiedenen Schnittstellen bedingt haben. Sowohl intuitive Benutzeroberflächen als auch maschinenlesbare Schnittstellen gehören zur Mindestanforderung, die an eine Web-Applikation dieser Version gestellt werden. Die Benutzerbarkeit einer Webanwendung entscheidet über Akzeptanz und Integration in das tägliche Leben – die maschinelle Vernetzbarkeit von Applikationen ermöglicht die plattformübergreifende Nutzung aus Anwendungen heraus und die Integration von bestehenden Diensten zur Erweiterung des Funktionspektrums einer Anwendung selbst. Mit Hinblick auf die Zukunft des Semantischen Webs wird gerade diese Interoperabilität eine spannende Sache, da der Markt irgendwann derart gesättigt sein wird, dass es nicht mehr um die Entwicklung neuer Dienste geht, sondern die größte Aufgabe die Verbindung der vielfältigen Anwendungen in verschiedensten Kontexten wird.

Anwendungen des Web 2.0

Bisher habe ich aus aktiver Anwendersicht wenig mit den etablierten Vertretern des Web 2.0 zu tun gehabt. Meine Sicht war eher theoretisch orientiert, sodass ich beispielsweise, noch bevor ich selbst einen Twitter-Account aktiv genutzt habe, Anwendungen auf Basis der Twitter-API entwickelt habe. Bedingt durch Beruf und Studium habe ich mittlerweile einen studiVZ- und Facebook-Account, nutze Skype, bin bei Xing und LinkedIn angemeldet und synchronisiere meine Macs seit Anschaffung des iPhones auch via mobileMe.

Datenschutz, Verschwörungstheorien und Gruppenzwang

Informatiker sind berufsbedingt skeptisch, was Datenschutz angeht. Ich habe mittlerweile erfahren, dass man sich in eine Art soziale Abseitsstellung begibt, wenn man kritisch die technische Möglichkeit zur Anfertigung von Persönlichkeitsprofilen, Bewegungsmustern und deren Mißbrauch zur Diskussion stellt. Dabei geht es gar nicht um die Notwendigkeit der Teilnahme am „Web-2.0-Leben“, da die Nutzen und Vorteile eindeutig den potentiellen Gefahren überwiegen – viel mehr geht es um die Informationen, die man preisgibt. In Zeiten von Bonusprogrammen, mobilem Internet und unzähligen, miteinander vernetzten Webservices ist das Vorhandensein solcher Profile schlicht und einfach Realität.

Welche Informationen machen Sinn?

Um mir mal einen genauen Überblick zu verschaffen, habe ich mich letzte Woche bei praktisch allen etablierten Webanwendungen angemeldet und mir deren Nutzen und Integrationsmöglichkeiten angeschaut. Die meisten Anwendungen waren dabei handwerklich hervorragend konzipiert und realisiert – doch trotz der angenehmen Benutzbarkeit und teilweise auch sehr sinnvollen Verbindung verschiedener Dienste untereinander habe ich keine Motivation, diese in meinen Alltag einfließen zu lassen. Ein paar Tage später habe ich mich daher von den meisten Accounts wieder getrennt, sodass ich am Ende nur die Profile (mit den nur jeweils notwendigsten Informationen) habe bestehen lassen, die praktisch keine regelmäßige Zuwendung benötigen und nur eine Art „sozialen Anker“ darstellen, um sowohl beruflich als auch privat zumindest die Option zur Teilnahme an verschiedenen Events zu haben, deren Kommunikation mittlerweile ausschließlich über das Internet stattfindet.

iPhone Web 2.0 Apps

Wenn ich ankommen möchte, dann rufe ich mir ein Taxi 1

Mehr hatte ich nicht zu meiner Verteidigung vorzubringen.
Was sollte ich auch anderes sagen, wenn mal wieder nach knapp 20km (Irr-)Fahrt und anschließendem Blick in die Karte festgestellt wurde, dass ein gemeinsam angesteuertes Ziel mehrfach umfahren worden ist? Ein weiterer Klassiker sind auch verpasste Autobahnabfahrten… ob auf dem Weg von Dortmund nach Münster ins Cineplex (…gut, dass immer 30 Minuten vorher Werbung sind) oder eine ominös auf 470km angestiegene Strecke von Dortmund nach Norden-Norddeich – der ein oder andere Spaß auf meinen Kosten war mir damit bei der nächster Gelegenheit schon mal sicher. Und damit das in Zukunft nicht mehr so bleibt, soll meine Kawasaki ER6F ein TomTom Rider 2 bekommen. Die Deluxe-Edition bei Louis bot sich an, sodass direkt ein komfortables Headset zum Einbau in den Motorradhelm und ein Car-Mount-Kit dabei waren. Als dann noch das iPhone direkt erkannt wurde, man selbst mit dicken Handschuhen auf dem Display eine Nummer aus dem synchronisierten Telefonbuch wählen und unter dem Helm (Shoei XR-1000 mit Whisper-Strip) selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 80km/h noch komfortabel telefonieren konnte, war klar – der TomTom Rider 2 ist soetwas wie der Heilige Gral für alle, die mit ähnlichen Navigationsfähigkeiten gesegnet sind, wie ich. Einzig und allein der mitgelieferte RAM-Mount für die Lenkerbefestigung schien mir nicht ganz geeignet zu sein. Und damit meine ich gar nicht mal die Gruselgeschichten, in denen sich bei voller Fahrt TomToms lösen und wurfgeschossartig auf den Hintermann einschlagen. Viel mehr geht es mir um die Tatsache, das das Navigationsgerät bei vollem Lenkereinschlag an die Windschutzscheibe stößt und auch sonst ein nicht wirklich ästethisches Bild abgibt. Daher habe ich mir gestern bei Polo von SW Motech eine Ersatzhalterung besorgt, die ich die Tage anbringen werde. Dennoch möchte ich all denjenigen, die mit der Montage des mitgelieferten RAM-Mount-Systems wegen der eher unbrauchbaren Montageanleitung ein wenig überfordert sind, die entsprechende Fotodokumentation nicht vorenthalten.

Montage des TomTom Rider 2 an einer Kawasaki ER6F

Bilder sagen mehr als viele Worte.

RAM-Mount Lenkerschelle

RAM-Mount Lenkerschelle


RAM-Mount Lenkerschelle

RAM-Mount Lenkerschelle


RAM-Mount Lenkerschelle mit Kunststoffkappen

RAM-Mount Lenkerschelle mit Kunststoffkappen


Werkzeug und die restlichen Teile

Werkzeug und die restlichen Teile


RAM-Mount-Platte mit Schlitten verschrauben

RAM-Mount-Platte mit Schlitten verschrauben


Rückhalteschlaufe zwischen RAM-Mount-Platte und Schlitten

Rückhalteschlaufe zwischen RAM-Mount-Platte und Schlitten


Rückhalteschlaufe

Rückhalteschlaufe


TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F


Befestigung der Rückhalteschlaufe am TomTom

Befestigung der Rückhalteschlaufe am TomTom


TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

Anschluß ans Bordnetz

Den Anschluß an das 12V-Bordnetz werde ich die Tage zusammen mit Fotos zur Montage der SW-Motech-Halterung dokumentieren. Vorab: Ich werde das mitgelieferte Kabel parallel auf das Standlicht aufschalten, indem ich am Kabelbaum entsprechende Stellen blank lege, die Abzweigung auflöte, Schrumpfschläuche drüberziehe und anschließend wieder isoliere.

qmail und ActionMailer 0

Aus irgendeinem Grund wollte eine Webapp keine E-Mails an Gmail-Adressen zustellen. Da Probleme mit ActionMailer selbst in Rails eher selten vorkommen, lohnt es sich, bei solchen systematischen Zustellungsproblemen, direkt die Maillogs zu checken.

Connected_to_209.85.218.14_but_sender_was_rejected./Remote_host_said:_555_5.5.2_Syntax_error

Etwas früher war zu erkennen, dass die vom qmail-remote-handler verwendet from-Adresse eine sehr seltsame Syntax hatte…

plesk qmail-remote-handlers[32214]: from=example <noreply@example

Der entsprechende Teil im ActionMailer war jedoch korrekt konfiguriert, ein Dump der Mailsource vor Versand war einwandfrei RFC-konform und auch die Header der zugestellten E-Mails waren unauffällig.

Scheinbar kommt qmail nicht mit der Notation eines Namens nebst E-Mail-Adresse klar. Die Lösung des Problems liegt in der Konfiguration eines Return-Path-Headers, der in diesem Fall auch direkt als Envelope-From verwendet wird.

Was Dave Lombardo mit Trabayo zu hat und warum der Countdown läuft 0

Vor einiger Zeit habe ich über Trabayo aus Entwicklersicht berichtet. Passend zum morgigen Release ist ein interessanter Artikel von Thomas über Trabayo in der neue Ausgabe (6.09) des Rails-Fachmagazins RailsWay zu lesen. Der Artikel illustriert den frischen Blick auf den Status Quo und die dazugehörigen Portion Innovationswillen und Mut aus Konzepter-/Unternehmersicht, der diesem Projekt nicht unwesentlich zum Erfolg beigetragen hat.
Ich habe das ein oder andere Projekt der Post-Dot.com-Ära in den letzten 5 Jahren kommen und gehen sehen – und einige davon haben es nicht einmal auf die Beine geschafft. Für Trabayo hingegen ist morgen der große Tag. Und genauso entspannt und authentisch Karo, Meike, Marius und Thomas während der Entwicklung gewesen sind, so cool ist der Name des ersten Releases: Dave Lombardo. Im Rahmen des likemind wird Trabayo im Berliner Café Ick koof mir Dave Lombardo wenn ick reich bin präsentiert. Der erste Kaffee geht dabei auf’s Team.

Für alle anderen, die nicht kommen können, geht es morgen (16. Oktober 2009) ab 11 Uhr los. Auf www.trabayo.com kannst Du Deine Talente und Fähigkeiten präsentieren und nebenbei noch eine Free-Forever-Mitgliedschaft abstauben.

Elektronische Signaturen 2009 2

Vor knapp 10 Jahren wurde mit der EG-Richtlinie 1999/93/EG („Signaturrichtlinie“) der Grundstein für elektronischen Signaturen gelegt. Das im allgemeinem Sprachgebrauch auch als „digitale Unterschrift“ bekannte Pendant zur handschriftlichen Unterzeichnung von Dokumenten sollte den juristisch notwendigen Schulterschluss im digitalen Geschäftsverkehr und später für das sogenannte E-Government schaffen.

Elektronische Rechnungen

Im Zuge der Automatisierung der Buchhaltung meines Informationstechnologieunternehmens war ich 2008 zum ersten Mal selbst mit diesem Thema konfrontiert. Da ich vorwiegend Geschäftskunden zu meinem Kundenstamm zähle, müssen per E-Mail zugestellte Rechnungen eine digitale Signatur tragen. Die Signatur erfüllt dazu die Anforderungen einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur gemäß § 2 Nr. 2 SigG bzw. qualifizierten elektronischen Signatur gemäß § 2 Nr. 3 SigG und berechtigt damit das rechnungserhaltende Unternehmen zum Abzug der Vorsteuer gemäß §14 UStG.

Lohnt sich das?

Soweit die Theorie. In der Praxis sind eine Reihe von Auflagen zu beachten, damit die Signaturen nicht nur im technischen Sinne die Anforderungen erfüllen, sondern auch einer juristischen/fiskalischen Prüfung standhalten. Aufgrund der fehlenden Zertifizierung zur Bestätigung der Konformität zu SigG / SigV war die Entwicklung einer eigenen Signaturkomponente oder die Integration von OpenSC / OpenSSL nicht möglich. Ich habe mich daher für die Lizensierung der Anwendung SecSignerServer der SecCommerce GmbH entschieden.
Die Kosten, die ich bis zu diesem Zeitpunkt für Softwarelizenzen, Kartenlesegerät (ReinerSCT cyberjack e-com) und Signaturkarte (D-Trust multicard 2048 Bit) investiert habe, betrugen knapp 1500,00 €. Es wird deutlich, dass der postalische Versand der Rechnungen wirtschaftlich günstiger gewesen wäre. Für durchschnittlich 10 Rechnungen / Tag, die durch die bereits vorhandene vollautomatisierte Fakturierung erstellt wurden, lohnte der Aufwand also nicht unbedingt. Dennoch macht eine derartige Vollautomatisierung für kleine Unternehmen Sinn, sodass die knappen „Human Resources“ nicht durch derartige Tätigkeiten gebunden werden.
Nach 2 Monaten Entwicklungsarbeit war die Integration abgeschlossen und das System (basierend auf Ruby on Rails) umgestellt, sodass alle Kunden ihre Rechnungen per E-Mail bekommen und die Debitorenkonten mittels FinTS/HBCI-Anbindung synchronisiert werden.

Elektronische Steuererklärung

Durch diese Umstellung hat sich eine weitere, sinnvolle Anwendung der Signaturkarte ergeben. Bisher sind nicht unerhebliche Kosten für den Steuerberater angefallen, der jedes Quartal u.a. ein umfangreiches Rechnungsjournal auswerten musste, um die Erkenntnisse in Form einer Umsatzsteuervoranmeldung dem Finanzamt vorzutragen. Ich habe nun die Zeit, einmal im Quartal meine Kostenseite und die automatisch erfassten Einnahmen zu analysieren, um selbst mittels ElsterFormular eine entsprechende Umsatzsteuervoranmeldung einzureichen. Das spart Kosten und schafft zudem einen guten Überblick über das eigene Unternehmen. Nicht zuletzt hat diese Tätigkeit teilweise eine Art Controlling-Charakter bekommen, der an verschiedenen Stellen wirtschaftliches Optimierungspotential aufzeigt.

Buy vs. Build Decision

Optimierungspotential gibt es aber auch in technischer Hinsicht.
So würde ich mir wünschen, dass der Zertifizierungsprozess eigener Software zur Bestätigung der Konformität zu SigG / SigV vereinfacht wird. So praktisch die Software von SecCommerce auch sein mag – ich hätte eine elegantere Lösung in Form eines REST-Interfaces auf Ruby-on-Rails-Basis mit nativem Zugriff auf ISO 7816 SmartCard-Interfaces bevorzugt. Übrigens: zum damaligen Zeitpunkt war JRuby noch nicht produktiv einsetzbar – denn ansonsten hätte ich mich für SecSignerAPI als Signaturanwendungskomponente entschieden, deren Integration in eigene Software eine erneute Zertifizierung optional macht.

Erfahrungsbericht: ElsterFormular / Signaturkarte

Was mich ein wenig stutzig macht, war die komplizierte Installation der Middleware für den Zugriff auf die Signaturkarte aus ElsterFormular heraus. Die Installation des ReinerSCT cyberjack e-com Kartenlesegeräts ist unter Windows[1] kein Problem. Die Initialisierung der D-Trust multicard Signaturkarte war ebenfalls mit wenigen Mausklicks erledigt. Download und Installation von ElsterFormular („Bundestrojaner“) ist auch nicht der Rede wert. Die Ahnungslosigkeit des Supports von D-Trust und REINER SCT, sowie die Unerreichbarkeit der Elster-Hotline schon. Wählt man beim Übertragen der Steuererklärung an das Finanzamt die Signaturkarte „D-Trust qualified“ unter ELSTER-Plus aus, dann erhält man die folgende Fehlermeldung:

Die Datei “Personal.dll” konnte im Verzeichnis C:\\Windows\system32\ nicht gefunden werden.

Diese Datei wurde zusammen mit dem Kartenleser auf Ihrem PC installiert. Sie ist für den Zugriff auf Ihre Signaturkarte notwendig. Bitte geben Sue den Ort dieser Datei an.

Da ich Windows als unnötiges Übel meide, bin ich selbst ein wenig überfragt gewesen. Klar – DLL sagt mir was. Das ist das, was unter Windows immer kaputt geht oder, sowie hier, fehlt. Also den Support kontaktiert. Als erstes hab ich mich an die Elster-Hotline gewendet – die Entwickler, so dachte ich, sind in diesem Fall die besten Ansprechpartner. Aber nach 4 Versuchen, die jeweils nach 15 Minuten durch Zwangstrennung unterbrochen wurden, hab ich aufgegeben. Wer masochistisch veranlagt ist, sollte sich die Warteschleife mal zu Gemüte führen: 01805 / 235055.
Als nächstes habe ich die Fehlermeldung wörtlich genommen – ein Verhalten, dass man sich selbst als Entwickler von seinen Anwendern immer wieder wünscht. Ein Anruf bei REINER SCT, deren Support übrigens schnell, kompetent und direkt erreichbar ist, hat mich nicht weitergebracht. Dort sagte man mir, dass entsprechende Dateien signaturkartenspezifisch seien und niemals zusammen mit dem Kartenlesegerät installiert würden. Und da ich die Signaturkarte von D-Trust hatte, rief ich dann eben dort an – nachdem ich auf deren Website nichts passendes gefunden hatte. Denn das vorherige Lesen der FAQ wünscht man sich von seinen Kunden ebenfalls – und da wollte ich mit gutem Beispiel vorangehen.

Ohne Middleware geht nichts

Nexus Personal als kostenpflichtige Middleware. Die Software kann nur per E-Mail bestellt werden und wird dann postalisch auf einem Datenträger gegen Rechnung versendet – Downloadversionen, Kreditkartenzahlung & Co. sind hier nicht möglich. Und da andere Software nicht offiziell unterstützt wird… hatte ich ganze 3 Tage später die Möglichkeit, Nexus Personal zu installieren, um endliche meine Umsatzsteuervoranmeldung einzureichen.
Die Fehlermeldung konnte ich dann dadurch beheben, dass ich die Datei C:\\Programme\Personal\bin\personal.dll manuell nach C:\\Windows\system32\Personal.dll kopiert habe. Herausfinden musste ich das allerdings selbst – der D-Trust-Support war in dieser Hinsicht leider ratlos. Ich hoffe daher, dass Google beim Suchen dieser Fehlermeldung meinen Artikel anzeigt. Danach konnte ich ElsterFormular starten, die gespeicherte Steuererklärung öffnen und die Übertragung starten. Verärgert hingegen hatte mich dann die nächste Fehlermeldung nach Eingabe der Card-PIN:

Die Datenübertragung ist gescheitert.
Dem von Ihnen verwendeten Zertifikat konnte kein Account bei ElsterOnline zugeordnet werden. Sie verwenden ein Zertifikat, das nicht bei ElsterOnline registriert/ von ElsterOnline ausgestellt wurde.
Fehlercode: 080015019

Registrierung bei ElsterOnline

Man muß sich scheinbar nochmal registrieren, um seine Identität zweifelsfrei an Steuernummer und Signaturkarte zu binden. Das Wort Bürokratie kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen. Nun gut, ein bißchen Geduld war noch übrig. Browser auf und ins ElsterOnline-Portal zur Registrierung navigiert. ElsterBasis, ElsterSpezial, ElsterPlus mit Preisangaben von kostenlos über 41 € bis hinzu zwischen 50 € und 150 €. Wofür die Preise stehen ist nicht ersichtlich. Ich vermute, das die Registrierungen prinzipiell kostenlos und damit nur die zu erwartenden Zusatzkosten für Hardware & Co. gemeint sind.
ElsterPlus ist laut Übersichtsseite die richtige Wahl, wenn man eine bereits vorhandene Signaturkarte verwenden möchte.

Signaturkarte für Authentifizierung
Verfügt der Benutzer über eine von ELSTER unterstützte Signaturkarte für Authentifizierung, so kann er diese auch im Rahmen des ElsterOnline-Portals einsetzen.

Signaturkarten für Authentifizierung stellen den elektronischen Ersatz Ihrer handschriftlichen Unterschrift dar und werden z. B. von Banken ausgegeben. Ein mit einer Signaturkarte für Authentifizierung signiertes Dokument wird als rechtsverbindlich angesehen. Die Finanzverwaltung fordert bei der Verwendung von Signaturkarten für Authentifizierung ein Mindestmaß an Sicherheit, das in der ELSTER-Policy festgehalten wurde.

Die persönliche Registrierung ist auf den ersten Blick einfach und übersichtlich gehalten und daher schnell ausgefüllt. Was folgt, ist die obligatorische E-Mail-Bestätigung zur Verifizierung. Danach folgt ein Hinweis, der zusammen mit einer Aktivierungs-ID kommt:

Die Aktivierungs-ID benötigen Sie für den zweiten Schritt der Registrierung zusammen mit dem Aktivierungs-Code, den Sie gesondert per Post erhalten. Bewahren Sie deshalb diese E-Mail unbedingt auf, bis auch der Brief mit dem Aktivierungs-Code bei Ihnen vorliegt. Für die Zusendung des Aktivierungs-Codes wird die zu Ihrer Steuernummer gespeicherte Adresse verwendet.

Warten wir also ab. 14 Tage kann das dauern.

Nach 6 Tagen ist der Aktivierungs-Code vom Finanzamt per Post angekommen. Um meine Registrierung abzuschließen, habe ich entsprechend des Schreibens meine Aktivierungs-ID nebst des Aktivierungs-Codes auf der Website eingeben wollen. Die folgende Fehlermeldung, verursacht durch ein bekanntes Problem mit Java-Version 6 Update 15, erforderte zunächst die Anpassung der Java-Plugin-Konfiguration.

Ich habe beim Versuch, mich ins Portal einzuloggen einen Hinweis auf einen Fehler in der Version Java 6 Update 15 von Sun Microsystems erhalten. Wie kann ich diesen Fehler umgehen?

Durch einen Fehler in der am 6.8.2009 veröffentlichten Version Java 6 Update 15 kann es sein, dass kein Login im Portal mehr möglich ist. Diesen Fehler können Sie umgehen, indem Sie im Java Control Panel (in der Systemsteuerung unter “Java” zu finden) unter “Erweitert” – >
“Java-Plug-In” das Häckchen neben “Java-Plug-In der nächsten Generation aktivieren” entfernen und anschließend den Browser neu starten.

Anwender von Java 6 Update 14 oder älter sind nicht betroffen. Die genaue Version kann im Java Control Panel unter “Allgemein” -> “Anwendungsinfo” ermittelt werden. Die Zahl hinter dem Begriff “Aktualisierung” entspricht der Nummer des Updates.

Die Fehlermeldung enthielt folgenden Stacktrace:

Exception in thread "AWT-EventQueue-2" java.lang.InternalError: couldn't create component peer
(…)
java.lang.NoClassDefFoundError: de/elster/portal/applet/ZoomApplet
(…)
Caused by: java.lang.ClassNotFoundException: de.elster.portal.applet.ZoomApplet
(…)
Caused by: java.io.IOException: open HTTP connection failed:https://www.elsteronline.de/eportal/applet/de/elster/portal/applet/ZoomApplet.class
(…)
Ausnahme: java.lang.NoClassDefFoundError: de/elster/portal/applet/ZoomApplet

Nachdem ich der obigen Anweisung zur Fehlerbehebung gefolgt bin, konnte ich die Registrierung abschließen. Trotzdem kann ich mich nicht gegen den Eindruck wehren, dass beim Entwurf von ElsterOnline der Usability-Aspekt an (vermutlich) juristischen Rahmenbedingungen gescheitert ist.
Gibt man nicht binnen 15 Sekunden seinen Card-PIN ein, bricht das Applet mit einer Fehlermeldung ab. Gibt man ihn ein, so muß man die Eingabe beim Login ein weiteres Mal wiederholen. Fast jeder Schritt, den man nach Login ausführen möchte, erfordert ebenfalls die Eingabe der Card-PIN. Das Lesen von Nachrichten ist auch alles andere als benutzerfreundlich:

  • Klick auf die Nachrichten im Nachrichteneingang
  • Eingabeaufforderung der Card-PIN
  • Download der Nachricht als PDF oder HTML
  • Versuch des Java-Applets, die lokal gespeicherte Datei zum Anzeigen zu öffnen

Als (ehemaliger) Nutzer des Software-Zertifikats war ich dieses Vorgehen nebst Mehrfacheingabe der PIN schon gewohnt. Aber immerhin bekommt man jetzt auch die Möglichkeit, eine Steuerkontenabfrage zu machen. Zumindest dann, wenn man den dazu notwendigen Zusatzantrag ausfüllt, der wiederum erst bearbeitet werden muß.

[1] Unter Mac OS X ist das manuelle, nachträgliche Entfernen einiger installierter Treiberkomponenten notwendig