Mein Auto, mein Haus… 0

Nachdem ich heute den ersten Urlaubstag mit dem Aufräumen der Garage verbracht habe, nutze ich die Gelegenheit, mal ein paar Fotos meiner Motorräder einzustellen.

Ladies First – Kawasaki ER 5 Twister

Im Spätsommer 2009 habe ich eine wunderschöne, scheckheftgepflegte Kawasaki ER 5 Twister, Baujahr 2001, mit weniger als 5000km für meine Freundin erstanden. Das Motorrad hatte einen leichten Sturzschaden – sah aber ansonsten aus wie neu. Nachdem ich auf 27kw, LED-Miniblinker und Lucas Superbike Alulenker umgebaut habe, hat die stolze Fahrerin des Motorrads für den femininen Touch gesorgt, indem der Soziushaltegriff mit Strass-Steinchen beklebt wurde.

Kawasaki ER 5

Kawasaki ER 5

Kawasaki ER 5 Lucas Superbike

Kawasaki ER 5 Swarovski

Yamaha SR 500 48T

Die Yamaha SR 500 48T ist ein Motorrad, welches ich am liebsten fahre. Kickstarter, Vergaser, rustikales Fahrwerk und ein bollernder 1-Zylinder mit einem halben Liter Hubraum. Ich erinnere mich noch an die erste Fahrt mit der SR an einem 1. Mai – war ganz schön gewöhnungsbedürftig, dass man Dank der Vibrationen ab 80km/h nichts mehr im Rückspiegel gesehen hat, je nach Sitzposition die Zähne geklappert haben (kann auch die Aufregung gewesen sein…) und man nach knapp 100km derart durchgerüttelt und geschüttelt worden ist, dass ein leicht taubes Gefühl in Fingern und Füßen noch lange nach der Ankunft erhalten blieb. Mittlerweile hab ich mich aber daran gewöhnt, zähle die One-Kick-Only-Starts genauso oft mit, wie ich den Kick-Indicator benötige: nämlich gar nicht mehr. Ist also alles Übungssache, sodass ich wirklich jedem empfehlen kann, eine SR 500 einfach einmal auszuprobieren.

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Yamaha SR 500 48T

Kawasaki ER 6 F

Es gibt zugegebenermaßen auch Vernunftsentscheidungen – vorallem dann, wenn das Motorrad ein Alltagsgegenstand ist, der sowohl zuverlässig als auch robust sein soll. Ich habe lange mit mir gekämpft, denn eigentlich stand der langersehnte Kauf einer Harley Davidson Nightster an, die Dank Wirtschaftskrise als U.S.-Import preislich mit der ER 6F mithalten konnte. Die Nightster sah einfach toll aus, der Evolution-Motor ist alltagstauglich und sowohl Budget als auch Lebensalter und Bauchumfang reichten ohnehin nicht für eine Harley Davidson Wide Glide, Street Bob oder gar Rocker C. Auch die üblichen Kommentare (Hausfrauen-Harley) änderten (selbstverständlich) nichts daran, dass ich eine Sportster ernsthaft in Betracht zog. Trotzdem – als ich die ER 6F (Bj. 2008) bei Kawasaki Wiko in Dortmund im Schaufenster gesehen habe, dachte ich mir:

Dieser japanische Plastikbomber wird Dich auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht im Stich lassen, ein Navigationsgerät sieht nicht ganz fehlplatziert aus und längere Strecken kann man dann auch mal mit Geschwindigkeiten jenseits der Richtgeschwindigkeit zurücklegen, ohne dass einem Wind und Wetter um die Ohren peitschen.

Das 2008er Modell gefiel mir sogar noch besser als das 2009er, was sich dann wegen der Tageszulassung auch im Preis bemerkbar machte. Daher konnte ich mir dann noch zwei ordentliche SHOEI-Helme (XR-1000, Raid 2 Vogue) erlauben, was ich ebenfalls bis heute nicht bereut habe.

Kawasaki ER 6F

Kawasaki ER 6F

Kawasaki ER 6F

SHOEI XR-1000

Harley-Davidson_XL-1200_Sportster_1200_Nightster

Yamaha SR 500 2J4 1979

Ab hier wird es ölig. Während die bisher genannten Fahrzeuge mich im Alltag begleiten, gibt es noch ein Bastelprojekt. Grundlage ist ein SR 500 2J4 Rahmen von 1979 und ein unverbastelter 2J4 Motor von 1981, die im Laufe der nächsten 2 Jahre mit viel Liebe zum Detail zu einem Café Racer zusammengebaut werden sollen. Als Update an dieser Stelle für alle, die das Projekt verfolgen:

  • Norton-Style Auspuffanlage inkl. Krümmer wird derzeit bei Peppmöller in VA sonderangefertigt
  • 2J4 Gabel von 1981 ist da
  • Schwarze, neuwertige Konis (mit Garantiekarte) sind da
  • LSL-Kastenschwinge in die nähere Auswahl gezogen – Entscheidung steht aber noch nicht fest
  • Liste mit benötigten Custom-Parts von Redz por Vida ist angefangen
  • Rahmen wird lackiert und nicht pulverbeschichtet – Stavros von Lack-X-Press hat als Meisterstück ein Mini-Bike lackiert. Außerdem ist „Lackieren statt Pulvern“ auch ein Statement für sich
  • Beginn der Motor-Instandsetzung ist für Dezember geplant

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha SR 500 2J4 1979

Schraubergarage

Yamaha SR 500 2J4 1979

Yamaha DT 125 R

Nachdem ich letztes Jahr im Winter mit meiner SR 500 nicht richtig aufgepasst und mir Schäden an diversen Metallteilen aufgrund aggressiven Streusalzes geholt habe, kommt ein Wintereinsatz nicht mehr in Frage. Bei der ER 6F hingegen durfte ich aufgrund unglücklicher Umstände zusammen mit der Erstinspektion Lenker, Verkleidungsteile und Spiegel austauschen lassen, was mir beim Gedanken an einen harmlosen Sturz direkt wieder die Preisliste in Erinnerung ruft. Für den Winter musste also etwas unverwüstliches und günstiges her. Yamaha TT 600 R war mein Favorit – aber als Wintermotorrad einfach zu schade. Da hätte ich wieder Hemmungen bei Schnee und Streusalz zu fahren. Andere Motorräder hingegen waren bei einem Preis um 700 € hinsichtlich des Zustands entweder jenseits von Gut und Böse oder eben für den Winter absolut nicht zu gebrauchen. Eine Yamaha DT 125 R kam mir da sehr gelegen. Genügend Schraubererfahrung mit dieser stinkenden Zweitakt-Säge hatte ich ja bereits gesammelt, winterfest ist sie auch – und mit neuen Continental TKC 80 habe ich auch keine Bedenken, mich Matsch und Schnee zu stellen. Steuerfrei, günstig im Unterhalt – die Entscheidung war also klar. Und richtig Spaß macht so ein 1/8-Liter 2-Takt-Triebwerk auch, vorallem wenn es offen 17kw (23 PS) bei gerade mal 119kg Leergewicht ans Hinterrad schickt.
Bevor es allerdings losgehen kann, werde ich die DT komplett demontieren, Verschleißteile überholen, Vergaser und Luftfilter reinigen, neue Reifen aufziehen lassen und den maroden Kabelbaum überprüfen. Eventuell noch den 6. Gang freilegen, die Funktionsweise des YamahaPowerValveSystem anschauen, sowie Vorhandensein von Drehzahlbegrenzer oder elektronischer Drossel prüfen – denn was alles an der DT gemacht worden ist, konnte mir der Vorbesitzer nicht verraten. Dem Zustand nach zu urteilen bin ich der erste, der sich ernsthaft mit Werkzeug, Reparaturanleitung und Werkstatttipps am Motorrad zu schaffen macht. Mehr dazu in späteren Artikeln.

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

DT 125 R 4BL

Die Foto-Qualität hält sich in Grenzen, da ich die Digitalkamera im Sinne des Hausfriedens nicht mit öligen Händen anrühren wollte. Das iPhone hingegen ist wesentlich besser zu reinigen, hat aber leider keinen Fotoblitz.

Wenn ich ankommen möchte, dann rufe ich mir ein Taxi 1

Mehr hatte ich nicht zu meiner Verteidigung vorzubringen.
Was sollte ich auch anderes sagen, wenn mal wieder nach knapp 20km (Irr-)Fahrt und anschließendem Blick in die Karte festgestellt wurde, dass ein gemeinsam angesteuertes Ziel mehrfach umfahren worden ist? Ein weiterer Klassiker sind auch verpasste Autobahnabfahrten… ob auf dem Weg von Dortmund nach Münster ins Cineplex (…gut, dass immer 30 Minuten vorher Werbung sind) oder eine ominös auf 470km angestiegene Strecke von Dortmund nach Norden-Norddeich – der ein oder andere Spaß auf meinen Kosten war mir damit bei der nächster Gelegenheit schon mal sicher. Und damit das in Zukunft nicht mehr so bleibt, soll meine Kawasaki ER6F ein TomTom Rider 2 bekommen. Die Deluxe-Edition bei Louis bot sich an, sodass direkt ein komfortables Headset zum Einbau in den Motorradhelm und ein Car-Mount-Kit dabei waren. Als dann noch das iPhone direkt erkannt wurde, man selbst mit dicken Handschuhen auf dem Display eine Nummer aus dem synchronisierten Telefonbuch wählen und unter dem Helm (Shoei XR-1000 mit Whisper-Strip) selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 80km/h noch komfortabel telefonieren konnte, war klar – der TomTom Rider 2 ist soetwas wie der Heilige Gral für alle, die mit ähnlichen Navigationsfähigkeiten gesegnet sind, wie ich. Einzig und allein der mitgelieferte RAM-Mount für die Lenkerbefestigung schien mir nicht ganz geeignet zu sein. Und damit meine ich gar nicht mal die Gruselgeschichten, in denen sich bei voller Fahrt TomToms lösen und wurfgeschossartig auf den Hintermann einschlagen. Viel mehr geht es mir um die Tatsache, das das Navigationsgerät bei vollem Lenkereinschlag an die Windschutzscheibe stößt und auch sonst ein nicht wirklich ästethisches Bild abgibt. Daher habe ich mir gestern bei Polo von SW Motech eine Ersatzhalterung besorgt, die ich die Tage anbringen werde. Dennoch möchte ich all denjenigen, die mit der Montage des mitgelieferten RAM-Mount-Systems wegen der eher unbrauchbaren Montageanleitung ein wenig überfordert sind, die entsprechende Fotodokumentation nicht vorenthalten.

Montage des TomTom Rider 2 an einer Kawasaki ER6F

Bilder sagen mehr als viele Worte.

RAM-Mount Lenkerschelle

RAM-Mount Lenkerschelle


RAM-Mount Lenkerschelle

RAM-Mount Lenkerschelle


RAM-Mount Lenkerschelle mit Kunststoffkappen

RAM-Mount Lenkerschelle mit Kunststoffkappen


Werkzeug und die restlichen Teile

Werkzeug und die restlichen Teile


RAM-Mount-Platte mit Schlitten verschrauben

RAM-Mount-Platte mit Schlitten verschrauben


Rückhalteschlaufe zwischen RAM-Mount-Platte und Schlitten

Rückhalteschlaufe zwischen RAM-Mount-Platte und Schlitten


Rückhalteschlaufe

Rückhalteschlaufe


TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F


Befestigung der Rückhalteschlaufe am TomTom

Befestigung der Rückhalteschlaufe am TomTom


TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

TomTom Rider 2 an Kawasaki ER 6F

Anschluß ans Bordnetz

Den Anschluß an das 12V-Bordnetz werde ich die Tage zusammen mit Fotos zur Montage der SW-Motech-Halterung dokumentieren. Vorab: Ich werde das mitgelieferte Kabel parallel auf das Standlicht aufschalten, indem ich am Kabelbaum entsprechende Stellen blank lege, die Abzweigung auflöte, Schrumpfschläuche drüberziehe und anschließend wieder isoliere.